Trinkhalle, Büdchen & Co.

Ausstellung vom 13. – 27. Mai 2018
Remisengalerie

Malerei /Hyperrealismus

Vernissage:
Samstag, 12. Mai 2018, 18 Uhr
Einführung:
Katharina Reschke, M.F.A., MKK-Kultrupreisträgerin 2015
Finissage:
Sonntag, 27. Mai, 16 Uhr, Künstlergespräch

Öffnungszeiten: jeweils samstags, sonntags und Pfingstmontag von 14–17 Uhr

Wenn Anke Rohde erzählt, dass sie derzeit Trinkhallen malt, sind die Reaktionen sehr unterschiedlich. Von erstaunt über neugierig bis entsetzt. Doch Frau Rohde ging völlig unbelastet an das Thema Trinkhalle. Ein Artikel in der Zeitung über das Verschwinden der Trinkhallen im Raum Frankfurt mit dem Foto einer Trinkhalle weckten ihr Interesse.

Es vergingen noch einige Monate bis Frau Rohde nach Trinkhallen recherchierte. An einem strahlend schönen Tag im September 2015 zog sie mit ihrer Kamera los, suchte die Büdchen und Wasserhäuser, wie sie auch genannt werden, in Frankfurt auf und lichtete sie ab.

Bei Trinkhalle denken viele an die umstrittenen wie missverstandenen Orte, an denen Menschen zusammenstehen, ein oder mehrere Bierchen trinken, rauchen und sich unterhalten. Ein soziales Umfeld, dem sich nicht jeder gerne aussetzt.

Die Künstlerin nähert sich dem Thema von einer ganz anderen Seite. Sie fasziniert das Gebäude: die häufig einzeln stehenden Häuschen, die Auslagen in den Fenstern, die Schilder auf den Dächern und vor den Buden. Und so sind sehr ästhetische Bilder entstanden denen nichts Abstoßendes innewohnt. Vielmehr erinnert sich der Betrachter der gemalten Trinkhallen an die gemischten Zuckertüten aus Kindertagen, verliert sich in den Fruchtgummibox-Türmen oder stellt sich die Häuschen an Ostseestränden vor. Die Büdchen strahlen etwas Ruhiges und vielleicht sogar Melancholisches aus.

Anke Rohde lebt und arbeitet in Wiesbaden. Sie widmet ihre gegenständliche, zum Teil hyperrealistische Malerei häufig dem urbanen Umfeld. Und so findet man in ihren Bildern "Großstadttreter" wie den Converse Turnschuh, Hochhausfassaden, Schaufensteransichten und aktuell die Trinkhallen.

Mehr Informationen zur Künstlerin:
www.ankerohde.de