Autoren-Matinée:
"Grauland"
Wolfgang Kaes
Sonntag, 25. Oktober 2026 um 11 Uhr
Kassettensaal Remise Schloss Philippsruhe
Eintritt: 12 €, ermäßigt 10 € (nur Tageskasse)
Einlass ab 10.30 Uhr
Wie kommt das Böse in die Welt? Ein Berufsleben lang hat den Schriftsteller und preisgekrönten Journalisten Wolfgang Kaes diese Frage umgetrieben. Immer wieder hat er sich in seinen Veröffentlichungen mit schwersten Verbrechen beschäftigt, um den Opfern eine Stimme zu geben. Nur um das Verbrechen in seiner eigenen Familie hat er lange Zeit einen großen Bogen gemacht.
In Grauland, seinem zehnten Roman, erzählt er erstmals seine Familiengeschichte. Ein autofiktionaler Roman über die Generation der Kriegskinder in der Eifel, über die schweigende Generation tief im Westen. Zugleich ein Porträt jener rauen Landschaft, die sein Leben stärker beeinflusst hat, als er dies lange Zeit wahrhaben wollte. Und die Geschichte eines Verbrechens, einer nie geklärten, nie gesühnten Mordtat, die drei Generationen nachhaltig prägte.
Wolfgang Kaes, 1958 in der Kleinstadt Mayen in der Eifel geboren, finanzierte sein Studium der Politikwissenschaft als Waldarbeiter, Hilfsarbeiter im Straßenbau, Lastwagenfahrer und Taxifahrer. Er schrieb Reportagen für den Stern, Die Zeit und das Zeit Magazin. 2012 kürte ihn eine Jury der Fachzeitschrift Medium-Magazin in Berlin zum »Reporter des Jahres«, 2013 erhielt er in Hamburg den Henri-Nannen-Preis in der Katagorie »Investigative Recherche«. Seit 2003 verarbeitet er seine journalistischen Recherchen auch zu Romanen. Kaes war viele Jahre Chefreporter des Bonner General-Anzeigers, bevor er 2020 entschied, sich künftig ganz dem Bücherschreiben zu widmen.
Die szenische Lesung im Hanauer Kulturverein bestreitet Wolfgang Kaes zusammen mit seiner Frau, der Bildhauerin Helga Kaes, die bereits 2025 in der Remisengalerie mit ihren Skulpturen in einer gefeierten Ausstellung zu sehen war.
SWR Kultur am Samstagnachmittag
25.07.2026
Wolfang Kaes im Interview mit Clemens Sarholz